Naturkosmetik - Kosmetik im Wandel Teil I

Naturkosmetik ist in den letzten Jahren immer stärker in unser Bewusstsein gerückt. Konsumenten sind nicht mehr darauf bedacht, möglichst günstig und viel von einem Produkt zu erhalten- nein, auch die Bedingungen, die nötig waren, um das Endprodukt in Händen zu halten, spielen mehr und mehr eine wichtige Rolle. Qualität auf allen Ebenen ist gefragt.

In diesem ersten Beitrag des Black Garden Blogs gibt es eine kurze Einführung zu den Grundpfeilern der Naturkosmetik und ihrer Bedeutung in der heutigen Gesellschaft.

Was ist eigentlich Naturkosmetik?

Naturkosmetik bezeichnet zum einen die Herkunft der verarbeiteten Inhaltsstoffe eines Kosmetikproduktes und zum anderen bezeichnet es die Produktion dieser Inhaltsstoffe – diese sollten natürlich natürlich sein 

Man tut sich schwer mit einer genauen Definition, da für den einen Naturkosmetik mit der Verarbeitung der natürlichen Inhaltsstoffe schon endet. Sobald durch irgendeinen „unnatürlichen“ Eingriff das „rohe“ Produkt verändert wurde, ist es nicht mehr natürlich (das ist keine allgemeine Definition, sondern das, was man hört, wenn man um eine genauere Definition des Begriff bittet) und fällt somit nicht mehr unter diese Kategorie.

Allerdings ist diese Definition strittig und es gibt aller Arten von möglichen Bezeichnungen, die mehr oder weniger unter dem Oberbegriff Naturkosmetik zusammen gefasst werden (Bio-Kosmetik, vegane Kosmetik etc). Eine gute Übersicht dieser einzelnen Begrifflichkeiten könnt ihr hier nachschlagen.

und warum Naturkosmetik…?

Wie eingangs erwähnt, befindet sich der Konsum im Wandel – in Zeiten, in denen Information die stärkste Kraft des modernen Menschen ist, wird diese auch angewandt. Welches Restaurant ist am besten? welches ist am besten bewertet? Welche Firma behandelt ihre Mitarbeiter gut? und welche schlecht? Die Liste kann beliebig fortgesetzt werden. Nahrung, Kleidung und Kosmetik sind jene Felder auf die ein besonderes Augenmerk gerichtet werden, da diese unmittelbar den Menschen betreffen. Hierbei gilt es schädliche Substanzen zu erkennen und so weit es geht zu vermeiden. Ethische und moralische Aspekte kriegen in diesem Zusammenhang eine wesentliche Bedeutung- es ist klar, dass Cremes, Shampoos und Seifen keine Parabene, keine Paraffine, Duftstoffe oder sonstige Zusätze enthalten sollen, die uns auf mittlere Frist erheblichen Schaden zufügen können. Andererseits ist es wichtig, dass diejenigen, die die Rohstoffe für eben diese Kosmetikprodukte ernten und beschaffen, fair und menschlich behandelt werden und entsprechend entlohnt werden.

Somit ist der Begriff der Naturkosmetik nicht nur auf die Inhaltsstoffe zu beziehen sondern zwingend auch auf die Beschaffung und die, wie man so schön sagt, Rahmenbedingungen, die mit der Produktion einhergehen. Eine faire Arbeitsumgebung, frei von Ausbeute und unmenschlichen Arbeitsbedingungen, nachhaltiger Anbau ergeben schließlich das natürliche Kosmetikprodukt.

Im nächsten Teil der Reihe Naturkosmetik beschäftigen wir uns mit Kosmetik in der Antike und welche Produkte dort am meisten geschätzt wurden – zu Unrecht?